Ratsbürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung am 19. April
Wie steht die SPD-Fraktion zur Olympia-Bewerbung?
Die SPD-Fraktion ist für eine Bewerbung um Olympia. Wir haben im Rat einen Bürgerentscheid hierfür auf den Weg gebracht und werden bei den Menschen unserer Stadt mit ganzer Kraft dafür werben, am 19. April mit “Ja!” zu stimmen. Denn aus Aachener Sicht spricht unglaublich viel für eine solche Bewerbung. Der CHIO steht im Reitsport für absolute Weltklasse und auch der Tivoli ist eine moderne und stimmungsvolle Adresse im Fußball.
Mit dem weiteren Ausbau entsteht im Sportpark Soers in den kommenden Jahren ohnehin einer der leistungsfähigsten und modernsten Sportparks Europas. Neue Großarenen für Reitsport oder Fußball müssten für Olympia nicht gebaut werden. Das macht unsere Bewerbung um die Olympischen Spiele besonders nachhaltig. Statt teurer, kurzlebiger Neubauten setzen wir konsequent auf vorhandene und bereits geplante Sportstätten. Das ist verantwortungsvoll gegenüber dem städtischen Haushalt und konsequent im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes.
Im Zusammenspiel mit den übrigen Städten in Nordrhein-Westfalen können wir mit Aachen als Austragungsort ein starkes Signal senden: Die Spiele der Zukunft sind dezentral, nachhaltig und nutzen Bestehendes sinnvoll weiter. Die Bewerbung steht genau für diesen Ansatz – kurze Wege, vorhandene Sportstätten und eine optimale Verteilung der Wettkämpfe im Land.
Der Sportpark Soers wird dabei nicht nur für internationale Spitzenwettkämpfe ausgebaut, sondern nach dem Leitbild „Sportpark für alle“ weiterentwickelt. Als SPD-Fraktion haben wir uns für dieses Leitbild in den letzten Jahren besonders eingesetzt. Moderne Anlagen, bessere Erreichbarkeit, barrierearme Zugänge und zusätzliche Angebote kommen dauerhaft den Menschen in unserer Stadt zugute – vom Nachwuchstalent bis zur Freizeitmannschaft, vom Schul- bis zum Vereinssport. Die Olympischen Spiele werden dieses Leitbild noch einmal stärken.
Die Olympischen und Paralympischen Spiele begeistern, treiben Athletinnen und Athleten an und sorgen bei großen und kleinen Sportfans weltweit für echtes Funkeln in den Augen. Für Aachen bietet sich die Chance auf ein unvergessliches Sportereignis, das unzählige Besucherinnen und Besucher in unsere Stadt lockt, das internationale Aufmerksamkeit schafft, indem es Aachen weltweit millionenfach auf die Bildschirme bringt, unsere Wirtschaft stärkt und unsere Stadtentwicklung beschleunigt.
Wir sind sicher, dass die Olympischen Spiele in Aachen ein Motor für Begeisterung, Zusammenhalt und unsere wirtschaftliche Entwicklung sein werden. Lassen Sie uns beim Ratsbürgerentscheid bis zum 19. April ein Zeichen setzen, damit unsere Stadt Teil dieses großartigen Ereignisses sein kann. Machen Sie mit – jedes „Ja“ zählt!
Es folgen Informationen der Stadt Aachen zum Ratsbürgerentscheid am 19. April:
Ratsbürgerentscheid zu den Olympischen und Paralympischen Spielen
Die Aachener*innen können abstimmen, ob Aachen sich mitbewerben soll. „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Aachen an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“ So lautet die Frage, die Aachen per Ratsbürgerentscheid am 19. April beantwortet.
Wie läuft der Ratsbürgerentscheid ab?
Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Brief. Alle Abstimmungsberechtigten erhalten ihre Abstimmungsunterlagen bis zum 29. März. Wer die Abstimmungsunterlagen bis zum 29. März nicht erhalten hat, wendet sich bitte bis spätestens zum 17. April, 15 Uhr an den Fachbereich 01/Wahlen der Stadt Aachen, Blücherplatz 43, Tel. 0241 432-1600. Abstimmen kann man bis zum 19. April 16 Uhr. An diesem Tag wird das Ergebnis, wie in ganz Nordrhein-Westfalen, ausgezählt.
Wer darf abstimmen?
Mitentscheiden dürfen alle, die bei Kommunalwahlen wahlberechtigt sind. Das heißt: Alle EU-Bürger*innen, die spätestens am 3. April 2026 in Aachen mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet sind. Wohnungslose, die sich gewöhnlich in Aachen aufhalten und keine Wohnung außerhalb des Wahlgebiets haben, können sich bis zum 27. März 2026 auf Antrag ins Abstimmungsverzeichnis eintragen lassen. In Aachen dürfen rund 185.000 Menschen abstimmen.
Wie kommt die Stimme wieder bei der Stadt an?
Alle Abstimmungsberechtigten können ihre Stimmzettel – ähnlich wie bei der Briefwahl – in den mitgesandten Umschlag packen und in die Post geben. Der Abstimmungsbrief muss so rechtzeitig mit der Post abgesandt oder direkt bei der auf dem Abstimmungsbriefumschlag angegebenen Stelle abgegeben werden, so dass er am 19. April bis 16 Uhr eingeht. Für die rechtzeitige Zustellung im Wahlamt ist jeder selbst verantwortlich. Der Brief kann auch in den Briefkasten am Wahlamt, Blücherplatz 43, eingeworfen oder vor Ort abgegeben werden.
Wie kommt Aachen zu einem Ergebnis?
Damit das Ergebnis gültig ist, muss eine Mindestbeteiligung erreicht werden. Da in Aachen über 100.000 Menschen leben, gilt ein sogenanntes Abstimmungsquorum von 10 Prozent. Das bedeutet: Wird eine Mehrheit für oder gegen die Bewerbung erreicht, ist die Abstimmung nur dann wirksam, wenn die Mehrheit zugleich auch mindestens zehn Prozent der Aachener Bürger*innen entspricht. Wenn eine Mehrheit erreicht und das Abstimmungsquorum erfüllt ist, ist das Ergebnis bindend.
Warum ein Bürgerentscheid?
Ein solches Großereignis, wie diese modernen, nachhaltigen Olympischen und Paralympischen Spiel kann es nur mit und nicht gegen den Willen der Menschen im Land und in den teilnehmenden Kommunen geben. Deshalb hat der Rat der Stadt Aachen hat am 28. Januar beschlossen, die Bürger*innen an der Entscheidung zu beteiligen, ob die Stadt Aachen bei der Bewerbung KölnRheinRuhr zu den Olympischen und Paralympischen Spielen dabei sein soll.
Zeitplan
08. März 2026: Stichtag für Eintragung in das Abstimmungsverzeichnis
09. - 29. März 2026: Zustellung der Abstimmungsbenachrichtigungen und –unterlagen
09. März 2026 – 16. April 2026: Fortschreibung des Abstimmungsverzeichnisses (z. B. Zu- und Wegzüge)
30. März - 03. April 2026: Einsichtnahme in das Abstimmungsverzeichnis
09. März - 19. April 2026: Abstimmungszeitraum per Brief
19. April 2026: Abstimmungstag: Feststellung des Ergebnisses der Abstimmung