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Pressespiegel:

Aachen, 19. Januar 2012

Schnelle Radwegeverbindungen für die StädteRegion

Gemeinsame Initiative der SPD-Fraktionen von Stadt und Städteregion
SPD-Fraktionschef Heiner Höfken
Josef Stiel
Die beiden SPD-Fraktionen in Stadt und Städteregion machen sich gemeinsam für den Aufbau städteregionaler Schnellverbindungen für Rad- und E-Bikefahrer stark. In gleichlautenden Anträgen werden Stadt- und StädteRegionsverwaltung aufgefordert, auf die Suche nach geeigneten Routen zu gehen und eine Kostenschätzung vorzulegen. Den Anfang könnten nach den Vorstellungen der SPD zwei Schnellverbindungen Herzogenrath - Kohlscheid - Richterich - RWTH-Campus - Aachen-City bzw. von Würselen über Haaren bis in Aachens-City machen. Zur Gegenfinanzierung des Projekts setzen die beiden Fraktionen auch auf Bundes-, Landes- und EU-Fördermittel.

Hier geht`s zur Berichterstattung in AN und AZ:

Do, 19. Jan. 2012
Aachener Nachrichten - Stadt / Lokales / Seite 15


Radschnellwege sollen Pendler zum Umstieg bewegen

SPD in Stadt und Städteregion will den Radverkehr stärken und beschleunigen. Sichere Trassen für höhere Geschwindigkeiten.

Von Gerald Eimer

Aachen. Radfahrer sollen in Aachen und im Umland künftig zügiger vorankommen. Die SPD-Fraktionen in Stadt und Städteregion machen sich gemeinsam für den Aufbau von Radschnellwegen stark. Gedacht ist unter anderem an eine schnelle Verbindung von Herzogenrath über Kohlscheid und Richterich zum neuen RWTH-Campus sowie von Würselen über Haaren ins Aachener Zentrum.

Die SPD verspricht sich davon auch eine Entlastung für verstopfte Zufahrtstraßen. Ziel sei es, die Reisegeschwindigkeit zu erhöhen und den Einzugsbereich für radelnde Pendler zu vergrößern, sagt Michael Servos, verkehrspolitischer Sprecher der Aachener SPD.

Wie es gehen könnte, zeigen Projekte in den Niederlanden und in Dänemark. Bei einer Mindestbreite von 3,50 Meter und weitgehender Kreuzungsfreiheit sowie getrennt von Auto- und Fußgängerverkehr seien solche Trassen auch bei Geschwindigkeiten bis zu 35 km/h sicher befahrbar. Radschnellwege müssen gut beschildert sein und sollten im Idealfall beleuchtet werden, empfehlen auch die Verkehrsclubs VCD und ADFC. Radfahrer sollten auf diesen Trassen möglichst selten warten müssen. Der neue Ravel-Radweg von Aachen nach Luxemburg sei ein gutes Beispiel.

Aus Sicht von Josef Stiel, SPD-Fraktionschef im Städteregionstag, könnten Radschnellwege in Ballungsräumen einen wichtigen Beitrag leisten, Verkehrsströme zu entzerren und die Luft sauberer zu machen. Unter den 50 000 Pendlern, die täglich Aachen ansteuern, gebe es sicher viele, die dank neuer komfortabler Trassen auch bei Arbeitswegen von zehn Kilometern und mehr aufs Fahrrad umsteigen würden. Reizvoll sei dies nicht zuletzt für Pedelec-Nutzer.

Die Planungen dafür dürften nicht an der Stadtgrenze aufhören, sagt Stiel. Der gemeinsame und gleichlautende Antrag an Stadtrat und Städteregionstag sei eine Premiere, er soll zugleich Pilotcharakter haben. Die Radschnellwege wären ein ganz praktisches Beispiel für die sinnvolle Zusammenarbeit von Stadt und Städteregion. „Wir hoffen auf Nachahmungseffekte“, sagt Aachens Fraktionschef Heiner Höfken. Vorerst sollen die Verwaltungen von Stadt und Städteregion Pendlerzahlen zusammentragen, mögliche Routen erarbeiten und die Kosten abschätzen. Die SPD erwartet Fördermittel von Land, Bund und EU.

Ähnliche Planungen gibt es bereits für eine „Rad B1“ im Ruhrgebiet sowie in der Region Hannover. Das Fahrrad sei „ein schlafender Riese in der Verkehrspolitik“, erklärte jüngst der ADFC. Radschnellwege könnten ihn wecken.


Fr, 20. Jan. 2012
Aachener Zeitung - Stadt / Lokales / Seite 14


Noch mehr Mobilität für Radfahrer

Autofrei unterwegs: SPD beantragt den Aufbau eines Schnellradwegenetzes in der Städteregion. Vorbild Niederlande. „Reisegeschwindigkeit erhöhen.“

Aachen. Breite beleuchtete Radwege mit Mittelmarkierung, weitgehend autofreie Verbindungen getrennt vom Fußgängerverkehr, kurze Wartezeiten an Lichtsignalanlagen und die Querung von Hauptverkehrsstraßen weitgehend durch Tunnel oder über Brücken – die SPD hat große Pläne für die Fahrradfahrer in der Stadt Aachen und der Städteregion. Deshalb haben die SPD-Fraktionen im Stadtrat und im Städteregionstag bereits am 19. Dezember gemeinsam einen Antrag zum Aufbau eines Schnellradwegenetzes gestellt. Damit greifen die Verantwortlichen eine Idee auf, die auch schon im Kreisverband Aachen-Düren e.V. des Verkehrsclubs Deutschland und im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. diskutiert wurde. „Wir wollen die Reisegeschwindigkeit und den Einzugsbereich zu Rad erhöhen“, so Ratsherr Michael Servos, mobilitätspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat. Mögliche Strecken seien Herzogenrath – Kohlscheid – Richterich – Aachen Campus – Aachen Zentrum und Würselen – Haaren – Aachen Zentrum. Besonders im Bereich des Campus, wo viele neue Arbeitsplätze entstünden, sei eine vernünftige Anbindung auch mit dem Rad wichtig, so Servos. Der Fraktionsvorsitzende in der Städteregion, Josef Stiel, verweist auf unsere niederländischen Nachbarn, die schon lange Rad- und Autowege trennen und damit gut gefahren sind: „Es ist eine ergänzende Möglichkeit, die Verkehrsströme zu entzerren.“ Doch gerade die Schnellwege dürften nicht nur in der Stadt vorhanden sein, sondern die Anbindung an die gesamte Region sei in Aachen mit seiner hohen Zahl an Pendlern besonders wichtig, ergänzt Servos.

Deshalb wollen die Verantwortlichen nicht nur inhaltlich ein Zeichen setzen: „Wenn es bei einem Thema sinnvoll ist zusammenzuarbeiten, dann wollen wir das tun – auch in Zukunft“, versichert Ratsherr Heiner Höfken, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat mit Sitz im Städteregionstag. Und Stiel fügt hinzu: „Übergreifende Themen sollten nicht an formaler Zuständigkeit scheitern. Unsere Zusammenarbeit zeigt den Bürgern auch: die machen sich ernsthaft Gedanken, was sinnvoll ist.“ (lah)


„Wenn es bei einem Thema sinnvoll ist zusammenzuarbeiten, dann wollen wir das tun – auch in Zukunft.“

Heiner Höfken zur städteregionalen Kooperation
Dokumente:
Super Sonntag v. 22.01.2012 "Autobahnen für Radler"
Ratsantrag Nr. 113: Schnelle Radwegeverbindungen für die StädteRegion - 19. Dezember 2011

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